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Wie gesagt, am Ventilspiel als Hauptursache kann es nicht gelegen haben. Die Ventile werden im Betrieb heiß und dehnen sich aus. Dadurch wird auch der Ventilschaft länger. Das Ventilspiel ist wichtig, damit das Ventil noch schließt und dichtet wenn der Motor heiß ist. Ist das Ventilspiel zu klein, dann drückt der Grundkreis der Nocke das Ventil leicht auf und die heißen Gase aus der Verbrennung können zwischen Ventilteller und Ventilsitz entweichen. Da sich das Ventil dann auch nicht mehr am Teller über den Ventilsitzring kühlen kann, wird es sehr heiß. Die Überhitzung hat zur Folge, dass entweder der Ventilsitz verbrennt und das Ventil undicht wird oder der Ventilteller reißt ab und du hast einen brutalen Motorschaden. Das heißgelaufene Kugellager und die eingelaufene Nocke lässt sich mit zu wenig Ventilspiel nicht erklären. Außerdem hättest du dann Begleiterscheinungen wie Leistungsverlust bei Betriebstemperatur, schlechtes Heißstartverhalten und im fortgeschrittenen Stadium auch schlechtes Kaltstartverhalten bzw. Kompressionsverlust bemerken müssen. So sieht es aus wenn das Ventilspiel zu gering ist und das Ventil durchbrennt. Gibt natürlich noch extremere Beispiele:
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By armintm450 · Posted
Danke euch für die ausführliche Einschätzungen 👍 Die Stelle vorne rechts schaue ich mir nochmal ganz genau an, das ist ein guter Hinweis. Dass es solche Probleme bei den ersten SMK schon gegeben hat, ist natürlich interessant – war mir so noch nicht bekannt. Ventilspiel wurde gemacht, aber ich werde das Ganze jetzt nochmal genau prüfen bzw. prüfen lassen. Vielleicht hat jemand noch andere Hinweise? Danke euch! -
Also wenn die Nocke wälzgelagert ist dann dürfen im Lagersitz keinerlei Laufspuren sichtbar sein und die Passung zwischen Lager und Lagersitz muss in Ordnung sein - sprich übermaßpassung, Außenring des Lagers darf sich nicht verdrehen lassen. Falls das nicht passt, dann könnte das Kugellager nahe der eingelaufenen Nocke die Fehlerquelle sein, beispielsweise weil dieses heißgelaufen ist und gefressen hat. Dann genau prüfen ob der Lagersitz im Kopf noch maßhaltig ist. Lagersitze kann man reparieren aber da die meisten Werkstätten nur noch Teile tauschen können/wollen ist entweder ein Besuch beim Motorinstandsetzer oder ein anderer/neuer Kopf fällig. Ob nun die Nocke oder das Lager die Ursache war ist eigentlich Nebensache. Die Nockenwelle und ggf. der Schlepphebel muss neu und alles andere lässt sich prüfen 😀
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Hi Miteinander, ich gebe euch recht, dass die Lagerung über die Wälzlager läuft und mein Vorschlag vielleicht nicht der Grund ist. Es gab aber bei einigen SMK, der ersten Generation diese Probleme. Waren aber meistens bei Wettbewerbsmopeds im Renneinsatz. Schaut mal die Lagerschale im Zylinderkopf vorne rechts an. Da sind eindeutige Druckstellen / Beschädigungen sichtbar. Beim Rest sieht man davon nichts. Entweder ist hier wirklich zu viel Druck vom Ventil von unten auf die Nockenwelle gekommen. Weil kein Ventilspiel oder Ventil fest / zu lang. Oder das Lager hatte einen Schaden bzw. Waren die Schrauben an der Brücke mit Zuviel NM angezogen. Wie der Kollege schreibt, Kopf runter und entweder selbst vermessen oder besser zum Spezialisten damit. Viel Erfolg.
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Entweder ist Ventilspiel vorhanden oder das Ventil schließt im Betrieb nicht mehr. Wenn das Ventil nicht mehr schließt, kann die Hitze aus dem Ventilteller nicht mehr über den Ventilsitz an den Kopf und damit an das Kühlwasser abgeführt werden. Der Ventilteller brennt "langsam" ab oder reißt ab. Das lässt sich prüfen indem man das Ventil ausbaut und den Ventilsitz ansieht. Für eine schnelle Prüfung könnte man auch mal am jeweiligen Kanal ein Vakuum ziehen und schauen ob die Ventile noch dicht sind. Das Problem scheint nur eine Nocke zu betreffen. Die andere Nocke sieht im direkten Vergleich noch ganz ok aus. Auch das Lager direkt neben der eingelaufenen Nocke sieht ok aus - das ist ein Zeichen dafür, dass zumindest dort ausreichend Öl vorhanden war. Ich vermute daher entweder einen Material bzw. Vergütungsfehler an der Nocke oder am Schlepphebel an diesem Ventil. Ist aber alles nur Mutmaßung. Das einzige was dir tatsächlich helfen kann ist zerlegen und prüfen. Also: Zylinderkopf runter, Kopf komplett zerlegen und alle Teile und Passungen genau prüfen. Also mindestens Ventile, Ventilführungen, Ventilsitze, Ölbohrungen, Lagerpassungen. Bei Falschtaktern kann am Zylinderkopf sehr viel kaputt gehen und solche Schäden verursachen oft auch einen großen Teil der Kosten bei einer Revision. Genau das steht bei deinem Motor jetzt an.
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Moin, glaube der Dennis verwechselt da ein bisschen was zu anderen Herstellern. Ich kenne mich mit TM nicht aus, aber man sieht das die Nockenwelle über Wälzlager gelagert wird und nicht wie so häufig über hydrostatische Gleitlagerung. Mangelschmierung würde ich da eher ausschließen, es sei denn es gibt Ölbohrungen die direkt zwischen Nocken und Schlepphebel spritzen. Die hohe Temperatur und der Verschleiß ist nur an der Nocke und dem dazu gehörigen Schlepphebel zu sehen. Die Schlepphebel sind anscheinend sogar DLC beschichtet, was als Reibpaarung mit der Stahlnockenwelle ziemlich optimal ist. Meine Vermutung ist eher, dass kein Ventilspiel vorhanden war und die Kraft zwischen Nocke und Schlepphebel permanent zu groß war. Mit mehr Temperatur wird alles noch enger und schlimmer. Aber Ventilspiel wurde vermutlich gemessen vor dem Zerlegen. Fakt ist, dass Nockenwelle und Schlepphebel kaputt sind. Gruß Jan
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By armintm450 · Posted
Danke Dennis, aber müsste da nich vorher das Pleullager den Geist aufgeben? und warum nur die Nocke? -
Hi Armin, also dass die Nockenwelle sich so verfärbt hat würde mir mehr Gedanken machen. Dass sieht schwer nach zu wenig Schmierung aus, entweder hat die Ölpumpe ausgesetzt oder es war zu wenig Öl generell im System. dass wird auch der Grund sein, warum sie eingelaufen ist. Ich hatte mal alte Dichtungsreste im Sieb vor der Ölpumpe, somit war die Ansaugung des Öles etwas eingeschränkt. da solltest mal als erstes nachschauen.
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By armintm450 · Posted
Servus zusammen, ich hab bei meiner TM 450SMK (Baujahr 2021) ein Problem festgestellt und hoffe, dass mir hier vielleicht jemand weiterhelfen kann. Beim Zerlegen des Motors ist mir aufgefallen, dass die Einlassnockenwelle deutlich eingelaufen bzw. verschlissen ist. Das Laufbild sieht meiner Meinung nach nicht normal aus, vor allem für die relativ geringe Laufleistung. Das Motorrad hat aktuell ca. 58 Betriebsstunden und wurde vom Vorbesitzer (Hobbyfahrer) eher gemütlich bewegt, also kein reiner Rennstreckenbetrieb oder Dauer-Vollgas. Ich hänge euch ein paar Bilder an – vielleicht hat jemand von euch so etwas schon einmal gesehen oder kann einschätzen, wodurch so ein Verschleißbild entstehen kann? Ventilspiel wurde laut Vorbesitzer auch gemacht. Bin für jede Einschätzung dankbar! Danke euch 👍
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